Pflege:


Ernährung = eine Wissenschaft für sich!

Glauben Sie bitte nicht, Sie könnten es besser machen, als die Futtermittelhersteller. Selber kochen kann Ihrer Katze das Leben kosten! Es sei denn, Sie haben genügend Zeit und Lust, sich ernsthaft mit der Materie zu beschäftigen. Für diesen Fall informieren Sie sich am besten genauestens, denn wenn die Zusammensetzung nicht ganz exakt den Bedürfnissen des Schnurrerfreundes entspricht, führt dies unweigerlich zu schweren gesundheitlichen Folgen. Hin und wieder ein wenig möglichst ungewürztes Essen, was bei uns Menschen übrig blieb, schadet der Katze nicht. Aber bitte nicht am Tisch, sonst haben Sie ganz schnell keine Ruhe mehr beim Essen!
Es sei hier gewarnt vor den ach so beliebten Billigprodukten  „Katzen würden ... kaufen“!  Nur weil das Futter aus dem Supermarkt nicht gerade billig ist, heißt es noch lange nicht, dass es Ihrem Kätzchen auch wohl tut. Hier wird am falschen Ende gespart, falls es überhaupt eine Ersparnis bedeutet. Den hohen Preis zahlt in jedem Falle der Tierbesitzer in Form der Tierarztkosten.!!!

Ich gewöhne die Katzen sehr früh an Rohfutter (rohes und gut kontrolliertes Fleisch) sowie an diverse Milchprodukte, als da wären Sahnequark, probiotischer Joghurt und Ziegenmilch. Alle drei Milchprodukte werden sehr gut aufgenommen und verwertet. Im Übrigen gibt es in regelmäßigen Abständen mal ein rohes Eigelb (bitte NIEMALS rohes Eiweiß verfüttern) von Freilandhuhneiern und auch mal einen knapp angedünsteten Seefisch. Dazu kommen natürlich noch bei den trächtigen oder säugenden Kätzinnen und den Kitten jeden Tag die notwendigen Vitaminflocken und Schlemmkreide für den Knochenaufbau.
Im Übrigen füttern wir hauptsächlich (aus langer und guter Erfahrung heraus) die Nass- und Trockenfutter-Marken Felidae, Iams, Rojal Canin, Almo Natur und Eukanuba. Desweiteren (weil wir ja nicht wissen, was das Kätzchen künftig genießen darf) gibt es bei uns auch noch die Aldi-Futtermittel (alle außer der ganz billigen Sorte!) sowie Leonardo und Belcando. Diese aber in sehr sparsamen Darreichungsformen – fast schon homöopathisch. Bitte achten Sie bei der Wahl des Futters darauf, dass es möglichst kein Getreide und / oder Zucker enthält!

Was auch immer Sie künftig Ihrer Katze zu fressen geben: bitte verändern Sie sich und Ihrem Haustier zuliebe niemals den Speisezettel abrupt, sondern immer „homöopathisch-einschleichend“ das heißt gaaaaanz langsam ansteigend. Sie müssen nur immer wieder die Dosis des favorisierten Futters gegenüber dem gewohnten erhöhen, bis dann letztlich das gewohnte Futtermittel irgendwan ausbleibt.

Und tun Sie EINES NICHT! Bitte geben Sie den Allüren Ihres heiß geliebten Stubentigers nicht bis zur eigenen Erschöpfung nach, denn Katzen erreichen maximal die Intelligenz eines Trotzkindes (sofern man das überhaupt miteinander vergleichen kann) und sie nutzen natürlich JEDE Schwäche ihres Menschen aus! Wenn Sie also der Meinung sind, dass Ihre Katze dieses oder jenes hoffentlich gesunde Futter zu sich nehmen sollte und Sie haben die Umgewöhnung so behutsam wie vorab beschrieben durchgeführt, dann seien Sie bitte auch so wesens- und willensstark, Ihrem kleinen Haustyrann zu widerstehen. Denn es ist noch kein gesundes und geliebtes Tier vor einem vollen Napf verhungert.

Lassen Sie sich nicht gängeln!!!

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Rexe Waschen = Minimalprinzip: je weniger desto besser!

Eine Rex-Katze müssen Sie nur im äußersten Notfall waschen, das heißt, wenn sie sich wirklich sehr dreckig gemacht hat! Wie beispielsweise beim hoffentlich (!!!) gesicherten Freigang im überschwemmten Blumenbeet oder wegen einer akuten Durchfallerkrankung.
Ansonsten sollten Sie eine Rex-Katze niemals baden oder duschen, denn sauber halten kann sie sich allein und für die Stellen, an welche sie selber nicht kommt, hat sie ihre Partnerkatze. German Rex besitzen als Fell ja nur die Unterwolle und nicht das Deckfell (welches erheblich derber und wasserabweisender ist). Nimmt man nun mittels der Wäsche dieser Unterwolle gezielt die „Imprägnierung“ (Körperfett und Co.; sozusagen die Schutzschicht gegen Krankheitserreger), so hat die Haut kaum noch Waffen gegen das Wasser und die diversen Mini-Feinde. Baden Sie also Ihre Rexkatze so bedeutet dies, dass das Fell sich binnen kürzester Zeit wie Watte mit Wasser (-seifengemisch) vollsaugt und diese Feuchtigkeit auch so schnell nicht mehr hergibt! Ergo sind nasse Rexe potentiell stärker gefährdet, sich zu verkälten oder Infektionen aufzusaugen, als andere Rassen. Sie trocknen selbst im Hochsommer extrem langsam und es bekommt ihnen einfach nicht! Nein, eine Rex badet man nicht und sie nimmt dies auch ganz selten freundlich auf, obwohl diese Katzen äußerst duldsam sind. Aber das geht dann doch definitiv zu weit!
Wenn es also absolut nicht zu umgehen ist, dass Sie Ihre schutzbefohlene Rex-Mietz waschen müssen, so nehmen Sie bitte eine möglichst milde Waschlotion. Holen Sie am besten schon für den Fall der Fälle vorher ein geeignetes Produkt. ABER:
Es tut absolut nicht Not, beim Zoobedarf um die Ecke einen Haufen Geld auszugeben für irgendein ominöses Nerzölproduckt, wofür auch noch viele herzige Marderartige leiden mußten! Kaufen Sie sich lieber im Drogeriemarkt ein Babyshampoo in Probiergröße oder nehmen Sie einfach eine sehr milde Waschlotion („sensitiv“ ist hier das Modewort) und shampoonieren Sie das Opfer damit sparsam ein. Ihre Katze wird es Ihnen trotzdem NICHT danken, seien Sie gewiss!!!

Also waschen Sie Ihre Rex-Katze bitte einfach so selten wie irgend möglich – sie wird es Ihnen mit der Kraft ihres Herzens, ihres Intellektes und ihrer Gesundheit danken!

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Fellpflege = muss das sein?

Nein! Das muss es durchaus nicht! Rexe haben die Fellpflege (siehe Artikel „Waschen“) ganz prima selbst im Griff. Sie haaren nur einmal richtig um (ungefähr mit sieben Monaten) und danach verlieren sie nur noch wie jeder von uns Menschen mal ein paar Haare an jedem Tag. Zugegeben im Frühjahr und Herbst sind es ungefähr zehn mehr pro Tag und Quadratzentimeter. Diese Haare fallen auch nicht weiter auf, da sie sehr dünn und zudem recht kurz sind. Andererseits fliegen sie auch nicht so unangenehm in der Luft herum wie zum Beispiel bei den Heiligen Birma (eigene Erfahrung! Ich brauche meine Kontaktlinsen wahrhaftig, da ist es nicht sehr lustig, wenn sich die Haare der Katze auf Reisen und schließlich unter meine Linse begeben).
Vor einer Ausstellung gebe ich mich manchmal dem Irrglauben hin, durch eine sanfte Massage mit einer Babybürste aus Naturhaaren würde das Fell besser in Erscheinung treten. Aber wenn ich wirklich ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann kann ich nach der Prozedur, die für das Tier (je nach Gusto) sogar noch zum Genuss wird, leider keinen echten Erfolg verbuchen. Hmmm....
Wenn Sie also lieber eine Katze hätten, die Sie baden, föhnen und bürsten müssen, so kaufen Sie sich besser eine Perserkatze!

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© Kirsten Werbeck

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